Fortbildung für den Helferkreis
30.03.12 – 01.04.2012 Wochenendseminar
Haus Magdalena – Bad Honnef
„Wenn Zuviel ein Problem wird“
(siehe Text auf Seite 9)
Referentin: Frau U. Röhm
Teilnehmergebühr: 50 Euro
Wenn „Zuviel“ zum Problem wird –
Was bei Erschöpfung von Pflegenden und Helfern getan werden kann.
„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!“
Wir setzen meist voraus, dass dieser Satz eine Grundeinstellung beinhaltet, die alle Menschen, besonders die, welche sich mit Hilfeleistungen, Pflege oder Seelsorge befassen, als ganz normal verinnerlicht haben.
Nun ist „gut“ ein Wort, dass sich nicht in Normen pressen lässt. Was ist „gut“?
Es könnte durch „guten Willen“ ersetzt werden. Aber auch das ist ein dehnbares Kapitel.
Und so kann gut oder guter Wille“ etwas sehr leicht zu Berwerkstelligendes sein oder es kann daraus „guter Wille um jeden Preis“ werden.
Je höher die Ideale eines „Gut-Menschen“ sind, je bemühter er/ sie ist, je aufopferungsvoller das Dienen sich gestaltet, je größer die Angst vor dem Fehler, oder dem Versagen wird, umso eher schleicht sich das unauffällige Wörtchen „ZU“ ein.
„ZU“ steht immer in Zusammenhang mit Abweichungen von einer gesunden Mitte, von Zuviel oder Zuwenig in zu vielen Variationen. Dabei ist es gleich ob diese Variationen mehr den physischen oder den seelischen Anteil des „Gut Wollenden“ betreffen.
Abseits einer Mitte zu sein, bedeutet zu viel Kraft aufwenden zu müssen, zu wenig Reserven wieder aufbauen zu können, sich zu sehr zu erschöpfen, sich in Zuwendung von sich selbst abzuwenden, zu wenig Zeit oder Lust zu haben auch mal etwas weniger gut zu sein. – Solch eine Aufzählung könnte endlos fortgesetzt werden…
Um nicht zu sehr in die ZU-Falle zu laufen, werden wir uns mit 3 Kapiteln beschäftigen:
- mit der Suche und Erkenntnis nach den erschöpfenden Abweichungen von der Mitte.
- mit einer ehrlichen Antwort auf die „Ist-Zustand“ Frage,
- mit den Möglichkeiten, wieder in die Mitte zu gelangen.
Wie wäre es, wenn der Satz des Herrn von Goethe versuchsweise verändert würde? Edel sei der Mensch, denke zuerst an dich selbst, und sei dann hilfreich und gut!
